Samstag, den 18. Februar 2006
Um 07:00 stehe ich auf und immer noch wird in Rotterdam geladen. Jede Menge leere Kühlcontainer für Brasilien türmen sich auf Deck. Der Tiefgang beträgt 11,5 m. Neue Information vom Capt. Wir bekommen erst am Montag Morgen den Liegeplatz in Hamburg Eurogate, deshalb gehen wir vor Anker bei Elbe 1.
Ab 10:00 fahren wir die Maas flußabwärts bis Hoek van Holland. Die Sonne scheint, die Industrie beiderseits des Ufers ist sehenswert. Neben dem endlosen Tanklager schließt sich die Raffinerie an, dazu der riesige Ölhafen. Schiffswerften, Schwimmkrane und Ölplattformen. Die Maas hat ein riesiges Sperrwerk, Schutz gegen Sturmfluten aus der westlich gelegenen Nordsee.
Windstille und Sonnenschein, so gehen wir auf die freie See um 12:00. Nach dem Mittagessen nutze ich 1 Stunde Sonne auf dem 5. Deck, vom Fahrtwind geschützt und warm.
Wir laufen im Abstand von 10 Nm parallel zur holländischen Küste. Es trübt sich ein, es ist diesig, keine Landsicht. Nur zu erkennen ist das Feuer der Leuchttürme der vorgelagerten Inseln. Je weiter man sich den deutschen Seehäfen nähert, je dichter wird der Verkehr. Um Mitternacht übernimmt der Capt. das Steuer, kreuzt etwa 5 Nm vor dem Ankerplatz Reede Elbe 1 das Hauptfahrwasser, aus dem sich eine Flut von Schiffen elbeabwärts bewegt. Die Reede ist gut belegt. Der Capt erhält Erlaubnis, 5 Kabel (740m) nördlich zu Ankern. Bedingt durch das ablaufende Wasser, dreht das Schiff um 180°. Maschine ist gestoppt, ein wenig Maschine zurück und dann fällt der Anker um 00:30.
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