Am Donnerstag, 19. Januar 2006,

nach dem Frühstück,
Spiegeleier mit Bratwurst, ist Landgang angesagt. Rückkehr
soll um 17:00 sein, also genügend Zeit für Antwerpen.
2
1 Stunde mit Taxi bis in die Stadt, so der Capt. Schnell
ein Blick ins Programm Autoroute, 18 km, kein Problem.
Von Bord mit Shuttle-Bus zum Gate. Keiner von Zoll oder
Sicherheit konnte oder wollte uns ein Taxi bestellen. Mit
der Telefonzelle können wir nichts anfangen, keine
Telefon Nummer und keine belgische Telefonkarte. Nach
Auskunft eines Angestellten sollte in ca 600 m eine
Tankstelle sein. Zwischendurch bemerkt, Container Häfen
liegen meist weit außerhalb der Stadt und Taxis werden
höchsten von den wenigen Passagieren benötigt, die an
und ab auf den Containerschiffen reisen. Gerade 5 Min gelaufen, winken wir einem Taxi, war
andererseits bestellt, kurzerhand ruft der Taxifahrer
einen Kollegen und wir, zu viert nehmen Platz in einem
komfortablen Van, der uns in 20 min ins Zentrum der
Stadt bringt. Ich buche das Taxi für die Rückfahrt für
15:30, dann suchen wir ein Tourist Büro, das wir nicht
auf Anhieb finden. Danach mit Karte und darauf
eingekreisten Sehenswürdigkeiten für 5 Stunden machen
wir uns auf, von dem Ehepaar getrennt, die Stadt zu
erkunden. Es ist inzwischen 10:00 und noch fast
menschenleer in den Gassen um die Vrouwekathedraal.
Der Dom offen, aber wir waren nicht willkommen, kurz danach fuhr ein komfortabler
Leichenwagen vor, eine wohl exklusive Beerdigung. Stadtrundgang durch die prächtige
Einkaufsstraße, „Meir“, zum Bahnhof, ein prächtiger Bau, in der Nähe liegende Straße der
Diamantenhändler, viel orthodoxe Juden, Pause in einem guten Nichtraucher Café, kurzer Blick
auf das Rubens Haus, zu
Mittag je eine Waffel
mit Sahne, zurück durch
die Altstadt zur Schelde,
Besuch des Marine
Museums, für Rentner
gratis. Der weitere Weg
führt uns am Ufer der
Schelde entlang bis wir
zurück zu dem vereinbarten Platz gehen, an dem wir das Taxi erwarten. Es ist noch Zeit für eine
Ruhepause, weil doch die Beine lahm werden. In einem Restaurant treffen wir wieder auf das
Ehepaar, bei einem Wein/Kaffee, Appelgeback mit Slagrom ist die Zeit für die Rückfahrt zum
Schiff gekommen. Das Wetter zeigt sich sogar teilweise sonnig bei 10°C, ändert sich zum
leichten Nieselregen als wir den Liegeplatz erreichen und das Schiff, daß gegen 19:30 den Hafen
verläßt.
Zum Abendessen Hähnchenschenkel mit gebratenen Reis Wir sehen erstmals den 5. Passagier,
nach fast 2 Tagen. Ohne Nahrung verbrachte er, seekrank, die Reise meist liegend in seiner
Kammer.
Wieder bei Nacht geht es die Schelde flußabwärts, schade, es ist bestimmt eine ansprechende
Landschaft. In Höhe Vlissingen um 23:15 verläßt der Flußlotse das Schiff und der Seelotse
kommt an Bord. Durchfahrt des Ärmelkanals in der Nacht.

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